Tagesgeld hat keine Laufzeiten, keine Kündigungsfristen und einen festen Zinssatz der nicht selten 200% über dem eines Sparbuchs liegt. Wobei in den Genuss eines Sparbuchs kommt man als GmbH oder OHG ja sowieso nicht. Und das es irgendwo noch Guthabenzinsen auf einem Geschäftskonto.....
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Wer in China oder im asiatischen Raum gründen will, wird sich oft für den Standort Hongkong entscheiden. Die Stadt ist vergleichsweise günstig gelegen und international einfach zu erreichen. Sie ist Teil Chinas aber hat durch ihre Geschichte ein Rechtssystem das in Großbritannien entstanden ist und daher sehr europäisch ist. Die Chinesen betrachten Hongkong als Special Administraion Zone, also eine Zone in der das chinesische Recht nicht gilt. Außerdem ist Hongkong das einzige Land im asiatischen Raum in der man seine Rechtsgeschäft auch auf Englisch abwickeln kann Die meisten offizielle Dokumente sind zweisprachig, Chinesisch und Englisch. Prüfen Sie aber Bankverbindungen genau auf Seiten wie Geisterkonten.
Für eine Firmengründung sollte man die Hilfe von Agenturen und Gründungsspezialisten annehmen. Davon gibt es einige in Hongkong die das sicherlich gut erledigen. Einen Notar wie in Deutschland bracht man dazu nicht. Auch sind die Kosten mit 1000-2000 Euro vergleichsweise gering, Die Agentur vermittelt einem auch gleich eine virtuelle Geschäftsdresse, die man auf dem Briefkopf schreiben kann und schon kann es losgehen. Telefonnummer und Faxe sind in Zeiten von VOIP keine Hürde mehr. Man kann auch hier Dienstleister nutzen die dann in Englisch oder Landessprache ans Telefon gehen. Echte Post lässt man sich am besten scannen und dann mailen. Für einen Steuererklärung vor Ort, der nur die Steuererklärung macht sucht man sich dann einen Fachmann.
Das wichtigste ein Bankkonto bekommen man leider oft nur persönlich. Auch lassen sich die Banken sehr genau zeigen welche Art von Geschäften man machen will, wie sie finanziert werden und durch weg. Sobald alles steht geht es mit Onlinebanking wieder weltweit. Prüfen Sie aber Bankverbindungen genau auf Seiten wie Geisterkonten.
Man sollte bei Auslandsgründungen genau schauen ob man dadurch tatsächlich Steuern sparen kann wie man denkt. Deutsche Finanzämter warten gerne ein paar Jahre bevor Sie loslegen.
Viele Unternehmer unterschätzen wie lange es dauern kann bis eine Struktur wirklich sauber aufgebaut ist. Man denkt oft man gründet schnell eine Firma, eröffnet ein Konto und kann dann direkt Rechnungen schreiben. In der Praxis ist es aber so das Banken und auch Behörden immer mehr Nachweise verlangen. Gerade wenn man nicht selbst vor Ort ist wird vieles komplizierter als gedacht. Manche Banken verlangen sogar das mehrere Direktoren persönlich erscheinen. Auch muss man teilweise nachweisen woher das Startkapital kommt und wie es erwirtschaftet wurde. Das ist für seriöse Unternehmer kein Problem, dauert aber Zeit.
Hinzu kommt das sich die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern können. Was heute noch möglich ist kann morgen schon wieder anders aussehen. Gerade im asiatischen Raum reagieren Behörden manchmal schneller als in Europa. Wer also langfristig plant sollte nicht nur die aktuelle Situation betrachten sondern auch überlegen wie stabil das System in zehn oder zwanzig Jahren noch ist. Hongkong hat zwar ein eigenes Rechtssystem, aber politisch gehört es zu China und damit können sich auch Einflüsse ergeben die man nicht sofort erkennt.
Ein weiterer Punkt ist die Frage der tatsächlichen Geschäftstätigkeit. Viele gründen im Ausland ohne dort jemals einen Fuß auf den Boden zu setzen. Das mag formal möglich sein, führt aber steuerlich oft zu Problemen. Wenn die Geschäftsleitung faktisch in Deutschland sitzt kann das deutsche Finanzamt argumentieren das die Firma auch in Deutschland steuerpflichtig ist. Dann hat man die Kosten im Ausland und zusätzlich die Diskussion mit dem Finanzamt zuhause. Das kann schnell teuer werden.
Auch im Bereich der Buchhaltung gibt es Unterschiede. In Hongkong gelten andere Standards als in Deutschland. Man muss sich also mit lokalen Vorschriften vertraut machen oder einen Dienstleister beauftragen der das übernimmt. Jahresabschlüsse müssen eingereicht werden und teilweise gibt es Prüfungspflichten. Wer glaubt eine Auslandsgesellschaft bedeutet keine Bürokratie der irrt sich. Es ist nur eine andere Bürokratie.
Im Zahlungsverkehr kann es ebenfalls Überraschungen geben. Nicht jede europäische Bank arbeitet reibungslos mit asiatischen Banken zusammen. Überweisungen können länger dauern oder es fallen zusätzliche Gebühren an. Gerade kleinere Beträge sind manchmal unverhältnismäßig teuer im Transfer. Ein globales günstiges Zahlungssystem für kleine und mittlere Unternehmen existiert faktisch noch nicht. Zwar gibt es Fintech Anbieter, aber auch diese unterliegen regulatorischen Grenzen.
Man sollte auch die Reputation bedenken. Geschäftspartner prüfen immer öfter mit wem sie es zu tun haben. Eine Firma in Hongkong kann professionell wirken, aber sie kann auch Fragen aufwerfen wenn der eigentliche Unternehmer in Europa sitzt. Transparenz ist daher wichtig. Klare Kommunikation gegenüber Kunden und Lieferanten verhindert Missverständnisse.
Viele entscheiden sich für Hongkong weil dort das Steuersystem territorial ist. Gewinne die nicht in Hongkong erwirtschaftet werden sollen angeblich steuerfrei sein. In der Theorie klingt das einfach, in der Praxis muss man genau darlegen wo die Wertschöpfung stattfindet. Das erfordert Dokumentation. Verträge, E Mails, Reisebewegungen, alles kann relevant werden. Wer hier schlampig arbeitet bekommt später Probleme.
Auch Doppelbesteuerungsabkommen spielen eine Rolle. Nicht jedes Land hat mit Hongkong ein umfassendes Abkommen. Das kann dazu führen das Einkünfte doppelt besteuert werden oder zumindest Unsicherheiten entstehen. Eine genaue Planung im Vorfeld spart später viel Ärger.
Technisch ist die Welt zwar digital geworden, rechtlich aber nicht grenzenlos. Staaten achten zunehmend darauf das Steuersubstrat nicht ins Ausland verschoben wird. Internationale Initiativen zur Mindestbesteuerung zeigen deutlich wohin die Reise geht. Wer heute eine Struktur plant sollte damit rechnen das Transparenz und Informationsaustausch weiter zunehmen.
Es gibt dennoch legitime Gründe für eine Gründung im Ausland. Wer tatsächlich im asiatischen Markt tätig ist, dort Kunden hat und vielleicht sogar Personal beschäftigt, für den kann Hongkong ein sinnvoller Standort sein. Die Infrastruktur ist gut, die Gerichte gelten als professionell und der Zugang zu asiatischen Märkten ist gegeben. Man darf nur nicht glauben es sei ein einfacher Weg um nationale Regeln zu umgehen.
Auch kulturelle Aspekte spielen eine Rolle. Geschäftsbeziehungen in Asien funktionieren teilweise anders als in Europa. Vertrauen und persönliche Kontakte sind wichtig. Eine lokale Gesellschaft kann hier helfen, ersetzt aber nicht den persönlichen Einsatz. Wer nur eine Briefkastenfirma besitzt wird damit kaum nachhaltige Beziehungen aufbauen.
Zusammenfassend lässt sich sagen das eine Auslandsgründung gut überlegt sein muss. Es reicht nicht nur auf niedrige Steuersätze zu schauen. Rechtliche Sicherheit, Bankzugang, tatsächliche Geschäftsleitung, Buchhaltung, Reputation und langfristige politische Stabilität müssen in die Entscheidung einfließen. Wer sich professionelle Beratung holt und realistisch plant kann Vorteile nutzen. Wer nur schnelle Ersparnisse erwartet wird oft enttäuscht.
Am Ende ist Unternehmertum immer mit Verantwortung verbunden. Auch im Ausland gelten Regeln. Diese können anders sein als in Deutschland, aber sie sind nicht weniger verbindlich. Wer sauber arbeitet, transparent bleibt und langfristig denkt hat auch mit einer Gesellschaft in Hongkong Möglichkeiten. Wer hingegen glaubt Kontrolle und Dokumentation umgehen zu können wird früher oder später feststellen das internationale Geschäftsmodelle komplexer sind als sie auf den ersten Blick erscheinen.